Wochenende in Pretoria und Johannesburg

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Am Freitag morgen fuhren wir wie gewohnt nach Elandsdoorn, um Ruth abzuholen. Nachdem wir dort noch ein wenig vorbereitet und alle Unterlagen zusammengepackt haben, die wir zum arbeiten brauchten, fuhren wir los nach Pretoria. Dort arbeiteten wir in einem Büro der Ndlovu Care Group mit Renee, auch eine Mitarbeiterin, deren Sitz dort in Pretoria ist. Gearbeitet haben wir an dem Ernährungsprogramm, was uns die nächsten Wochen beschäftigen wird und über das wir informiert sein müssen um in den einzelnen Units auch richtig prüfen zu können, ob es in dem Programm entsprechend läuft oder was verbessert werden sollte.

Nach der Arbeit ging es dann mit Ruth in die Brooklynn Mall, die sehr sehr groß war und in der man alles von Essen über Anziehsachen bis hin zu Möbeln bekommen kann. Der Verkehr in Pretoria ist Wahnsinn und alle fahren wie sie wollen, das war definitiv anders als in Elandsdoorn und Groblersdal, viel hektischer und schneller, eben großstadtmäßig.

Den Freitagabend ließen wir dann in Ruths Haus mit einem netten Familienabend ausklingen.

Am Samstagmorgen starteten wir um halb 7 nach Johannesburg mit Ruth, ihrem Ehemann und ihrem Sohn Kensani. Dort waren wir zunächst auf einem Friedhof bei einem Gedenken von drei Brüdern, die verstorben sind. Danach fuhren wir nach Soweto, um dort zu essen und mit allen Verwandten, Bekannten und Freunden der zuvor gedachten Brüder dort gemütlichen zusammen zu sitzen. Es war ein bisschen merkwürdig, als einzige Weiße zwischen all den anderen zu sitzen, da man ab und zu komisch angeguckt wurde und Weiße nicht so oft gesehen werden in diesen kleinen Straßen.

Gegen 14 Uhr machten wir uns auf den Weg zu einer Hochzeit, zu der Ruth und ihre Familie eingeladen wurden. Hierbei fuhren wir genau die Straße entlang, die 1976 die Schüler von Soweto während des Aufstandes gegen die Einführung eines neuen Schulgesetzes gegangen sind, welche kurz darauf von der Polizei erschossen wurden. Außerdem kamen wir an einem der wichtigsten Plätze Mandelas vorbei, der dort die meisten seiner Reden gehalten hat.
Bei der Hochzeit wurden wir auch ohne Einladung sehr freundlich von allen begrüßt und aufgenommen. Es war eine traditionelle Hochzeit.

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Tischdekoration in Creme-Schwarz, die Farben, in denen die weiblichen Familienangehörigen der Braut gekleidet waren

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Jil, Ruth und Amelie vor der wunderschönen Kulisse Johannesburgs

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Aber nicht nur südafrikanisch, sondern auch ugandisch, da die Familie des Bräutigams aus Uganda kommt. Dies war für uns was ganz neues und interessantes, da es bestimmte Rituale und traditionelle Kleidung zu sehen gab.

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Braut, Brautmutter, dahinter Schwestern, gekleidet in den selben Farben

Da es hier um sechs schon dunkel wird und die Hochzeit darüber hinaus ging, ließen wir es bleiben, Samstagabend noch im Dunkeln zurück nach Groblersdal zu fahren. Wir blieben noch eine Nacht in Pretoria, diesmal allerdings im Haus von Neils Eltern.
Sonntagvormittag starteten wir dann auf eigene Faust unsere Rückfahrt, mit kleineren Zwischenfällen haben wir dann nachmittags wieder das Haus der Tempelmans erreicht.
Kurz nach uns sind dann 4 holländische Studentinnen angekommen, welche die nächsten 4 Monate bei Tempelmans nächtigen und tagsüber wie wir die Projekte von Ndlovu für ihr Studium begleiten

Heute starten wir mit dem ersten kleinen Regen des Jahres in eine neue Woche und sind gespannt, was uns neues und spannendes erwartet.

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