Zusammenfassung November – 3. Monat

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Unglaublich, das erste Viertel ist schon rum!! Die Zeit rast. Deswegen möchten wir erstmal um Entschuldigung bitten, dass wir so lange keinen Eintrag mehr gemacht haben. In letzter Zeit ging es ein wenig drunter und drüber, wir hatten viel zu tun und dann ist da noch die Sache, dass wir außerhalb der Arbeitszeiten keinen Internetzugang haben.

Hier deshalb eine Zusammenfassung des ganzen vergangenen Monats;

 

Ndlovu Dental Program

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Amelie hatte die Möglichkeit einen Tag Zahnarzthelferin zu sein:

Für mich war es sehr interessant, da die Geräte ungefähr dieselben sind,  der Ort jedoch ganz anders ist.

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Dimakatso ist keine studierte Zahnärztin, wurde aber auch von internationalen Zahnärzten antrainiert und arbeitet nun wie eine Zahnärztin. Mit ihr zusammen habe ich einen Tag arbeiten dürfen. Die Zahnpflege und –kontrolle findet in einem Truck statt, der immer den Standort wechselt, damit auch möglichst viele Menschen die kostenlose Behandlung in Anspruch nehmen können. Da die Wenigsten, die in den Townships leben, ein Auto haben und die verschiedenen Townships weit auseinander sind, ist es die beste Möglichkeit nicht immer denselben Standort zu haben. Der Truck ist nicht besonders groß und es steht nur der Behandlungsstuhl in der Mitte, an den Wänden befinden sich Schränke und hinten befindet sich außerdem ein Waschbecken. Der Behandlungsstuhl und auch die Stühle auf denen Dimakatso und ich saßen waren dieselben wie in Deutschland. Die Geräte waren auch dieselben, ich durfte Wasser und Spucke absaugen. Es gibt kein Ausspuckbecken und auch das Desinfektionszeug ist einfaches Desinfektionsmittel für den Alltag, was mich sehr verblüfft hat. Es ist nicht ganz so sauber und hygienisch wie in Deutschland, jedoch werden die Geräte auch sterilisiert und genug gesäubert. Wir trugen einen Mundschutz, eine Schutzbrille und Handschuhe.

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Truck von innen

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Mir hat der Tag sehr Spaß gemacht. Es war wirklich interessant die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu sehen und wie dieses Programm an die Lebenssituation der Menschen in den Townships angepasst wurde. Dimakatso hat mir einiges erklärt und war sehr nett, ich werde sie in Zukunft immer mal wieder unterstützen, da sie auch mit meiner Hilfe sehr zufrieden war, gerade weil sie im Moment alleine arbeiten muss und das ziemlich anstrengend und schwierig für sie ist. Also ich kann abschließend sagen, dass ich es für ein sehr nützliches und gutes und vor allem notwendiges Programm halte, da sie auch Schulen besucht und oft sehen wir die schlechten Zähne der Kinder am Chill Hub.

 

Nutritional Unit in Ntwane

Auch hatten wir die Möglichkeit eine zweite Nutritional Unit zu besuchen. In Ntwane sind Pinkie und Magline die beiden Leiterinnen. Mit ihnen waren wir drei Tage hintereinander erst in der Nutritional Unit, dann bei Home Visits und dann wieder vor Ort in der Unit. Wir wurden auch hier sehr willkommen aufgenommen. Leider ist im Moment nicht viel los, da die SchülerInnen mit den Abschlussprüfungen durch sind und nun alle in die Ferien gehen und nicht zu Hause sind. Also hatten wir nur sehr wenige bis gar keine Mütter, woraufhin wir beschlossen haben, nach den Weihnachtsferien wiederzukommen.

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Magline und Pinkie bei deinem Hausbesuch

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Großmutter mit Enkelin im Gemüsegarten der Unit

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junge Mutter mit Kind in der Unit

 

Unsere Aufgabe war auch dort wieder die Leiterinnen zu beobachten, um daraus Verbesserungsvorschläge zu ziehen. Wir haben schon einige Ideen, können diese Unit allerdings erst abschließen, wenn mehr Mütter da sind und wir den normalen Tagesablauf betrachten können. In dieser Unit ist auch ein behindertes Kind, was für uns neu war. Es war nicht in der Lage alleine zu laufen. Pinkie hat uns erzählt, dass es schon seit Januar also fast ein Jahr in dem Programm ist, es schon um einiges gesünder ist, aber noch nicht gesund genug, um es aus dem Programm zu entlassen. Normalerweise sind die Kinder für etwa 3 Monate in dem Programm, es hängt aber immer von der Gesundheit der Kinder ab.

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Für diese Unit haben wir außerdem auch andere Pläne. Zum einen wollen wir die Ring-Studie des Ndlovu Research Centres den Müttern präsentieren, da sie zwar schon davon gehört haben, aber Pinkie und Maglin da nicht genug Informationen haben, um detailliert darüber zu erzählen. Das Research-Centre befasst dich mit einer großen umfassenden Studie bezüglich AIDS-Verhütung mithilfe eines vaginalen Rings.

Auch werden wir einen kleinen Vortrag über HIV/AIDS halten, da zwar oft erzählt wird, das es hier eine häufige Krankheit ist und man verhüten soll, wir uns aber vorstellen können, dass die Mütter sich den Konsequenzen dieses Virus‘ nicht wirklich bewusst sind.

Außerdem werden wir den Müttern mehr über Energy-giving food, protecting food und body-building food erzählen, da wir denken, dass dies zu kurz kommt in dieser Nutritional Unit.

Also sind wir erst mit unseren Plänen am Anfang und werden nach den Weihnachtsferien mit hoffentlich allen Müttern (im Moment sind es 16) damit starten. Wir freuen uns schon dort aktiv werden zu können!

 

Children’s Christmas Party und AIDS awareness day

Die letzte Woche waren wir sehr beschäftigt, weil gleich zwei Events anstanden und außerdem vor den großen Weihnachtsferien einiges mehr getan werden muss.

Da vergangenen Montag Welt-AIDS-Tag war und dieses Thema hier nicht unbedeutend ist, organisierte Ndlovu Care Group oder besser gesagt nur ein Teil der Firma, genannt IPM (International Partneship for Microbicides), die zuständig für die Ring-Studie sind, letzten Mittwoch ein großes Event als AIDS-Awareness-Day. Es wurde den Tag über in Ntwane, einem zu Elandsdoorn nahe gelegenen Township, unter Sonnenschirmen in der Hitze zelebriert mit Gastrednern, Theater, Tanz und Infoständen der verschiedenen Bereiche von Ndlovu. Die vier Holländer kamen vor zwei Monaten aus Holland mit einem interessanten T-Shirt hier her mit dem gelungenen Slogan „I’m not afrAIDS“. Daraus entstand die Idee einen simplen Tanz zu Eminems Song „I’m not afraid“ zu erfinden, den wir gemeinsam mit der Gemeinde tanzen können. Gesagt, getan. In Ntwane starteten wir unseren ersten Durchlauf, was beim zweiten mal hintereinander dann ganz viele Leute dazu brachte, einfach mitzutanzen. Es war zwar ein typisch südafrikanisch langsam anlaufendes Event, was zwei Stunden später startete als geplant, dennoch im Endeffekt sehr interessant und erfolgreich!

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Wir beide mit Caps und T-Shirts von IPM (International Partneship for Microbicides)

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In den Vorbereitungen auf dem Bucky beim gefährlichen Stuhl Transport, bei welchem wir die Stühle mit unserem Leben vom runterfallen behütet haben, während Ruth sanft oder auch nicht so sanft über die Straße gebrettert ist

 

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Ein Infostand mit einer Aussage über AIDS, über die diskutiert wurde (an jedem Stand gab es eine andere zweifelhafte Aussage)

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IPM-Stand mit Selina und Sello mit männlichem und weiblichem Kondom

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„I’m not afrAIDS“-Tanz

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Milou, Manouk, Melanie und Bregje mit ihren T-Shirts

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Auch Rocky Fit präsentierte sich

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Außerdem fand am Freitag im Miracle Theatre für alle Kinder von 3-16 der kompletten Umgebung unseres Arbeitsplatzes eine Weihnachtsparty statt, die allerdings größtenteils von einer außenstehenden Organisation organisiert und durchgeführt wurde. Wir waren nur für die Einladungen und das Auf- und Abbauen zuständig. Für die Kinder schien es ein riesen Highlight gewesen zu sein, da es einige Geschenke, Snacks und Mittagessen gab. Man konnte an den strahlenden Gesichtern erkennen, dass sie Geschenke wie diese nicht gewohnt sind zu Weihnachten, was für uns zu Hause ganz üblich war. Unser Team, also das Chill Hub Team war verantwortlich für Entertainment, die Life Skill Facilitators organisierten und spielten ein kleines Puppentheater aus selbstgebastelten Puppen.
Es war für die Kinder eine sehr aufregende Veranstaltung, trotz des heißen ermüdenden Wetters mit bis zu 40 Grad tanzten alle wild und hatten Spaß, auch als wir noch einmal unseren „I’m not afrAIDS“-Tanz tanzten.

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Regenzeit

Im Moment ist noch Regenzeit hier, es ist oft an Tagen bewölkt und kälter, also ungefähr 25 Grad und oft regnet es abends oder in der Nacht lange und viel, was für uns sehr angenehm ist, da es alles ein wenig abkühlen lässt in der großen Sommerhitze. Heute hat es heute morgen nicht aufgehört zu regnen, es war bis grade eben komplett bewölkt und regnerisch, typisch deutsch eben mit dem einzigen Unterschied, dass es nicht kalt ist.

 

Adventszeit

Zunächst wünschen wir allen einen frohen 1. Advent!

Auch hier beginnt nun die Weihnachtszeit und Weihnachtskekse kann man kaufen, in den Supermärkten stehen überall Weihnachtsbäume und die Weihnachtsmusik dudelt überall in den Ohren. Auch die Straßen werden geschmückt, was irgendwie verrückt ist, denn es wird später dunkel und es ist einfach nicht kalt draußen. Für uns fühlt es sich keineswegs wie Weihnachtszeit an, da es viel zu heiß ist und wir in kurzen Klamotten bis in die Nacht draußen bleiben können. Dennoch freuen wir uns schon sehr auf unsere Weihnachtsferien, die wir zunächst inklusive Weihnachten in Pietermaritzburg bei Stephan, Claire und Johanna, den anderen Freiwilligen vom Evangelischen Freiwilligendienst, verbringen werden, gefolgt  von einem Roadtrip nach Namibia mit 7 anderen Südafrikanern und Freunden vom 27.12.- ca 06.01.2015. Auf beides freuen wir uns schon riesig!!

Bis dahin sind wir aber noch gut beschäftigt, uns geht es weiterhin sehr gut und wir freuen uns sehr auf die kommende Zeit.

 

Liebe Grüße Jil und Amelie

 

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Eine Antwort »

  1. Ich danke herzlich für die tolle Nachricht von Euch.Dachte ich doch tatsächlich,Ihr hättet Deutschland vergessen.Lach!!!!Nun wünsche ich Euch schöne Weihnachten und ein gute und gesundes Jahr 2015 . Bleibt gesund und schöne Ferien bis 06.01.2015 Ruth und Familie

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