Drittes Quartal unseres Freiwilligendienstes

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Drittes Quartal unseres Freiwilligendienstes

Halloo,

mit diesem Beitrag wollten wir auch mal wieder ein Lebenszeichen geben, die Zeit rast unglaublich schnell, in 3 1/2 Monaten sind wir schon wieder zurück… 😦

Aber hier ein paar aktuelle Infos zu allem, was in letzter Zeit so passiert ist:

Thabakhubedu

In den letzten Wochen und Monaten hat sich die Idee bei uns entwickelt, dass wir in diesem Land etwas mit Recycling machen wollen. Jedoch fehlte uns dafür immer die zündende Idee um damit zu starten.

Auch haben wir durch unsere Arbeit an Verbesserungen für die Ernährungsprogramme ein großes Problem in der Ernährungseinrichtung in Thabakhubedu festgestellt, da dort ein Baum alles Angepflanzte zerstört hatte und wir einen ungefähr leeren Garten und ein „verlassenes“ großes Gelände vorfanden. Mittlerweile wurde der Baum dort entfernt und nun, dachten wir uns, können wir dort sehr gut mit einem Projekt starten.

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Ernährungsprogramm ini Thabakubedu

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Letzte Woche dann kam wie herbeigerufen Taylor, ein amerikanischer Sozialarbeit Student, der direkt neben uns in einem anderen Institut für 2 Jahre arbeitet. Er hatte Wochen vorher einen Workshop über produktive Gartenarbeit und unter anderem auch über Recycling. Als er von unserem Vorhaben erfahren hat, schaltete er sich direkt ein und bot uns an eine Präsentation zu geben über Grundlagen des Gärtnerns wie Zustand des Bodens, Bewässerung und Anbau von Lebensmitteln, wie man den meisten Profit erlangt aus schlauer Kombination verschiedener Lebensmittel beim Anpflanzen oder auch wie man sinnvoll Schatten nutzt. Diesen Vortrag und ein ganzes Buch über Gartenarbeit erhielten wir dann letzten Mittwoch in der NNU (Ndlovu Nutritional Unit s. Beitrag vorher) zusammen mit den Müttern vor Ort, Ruth und Lucas, der sich neuerdings bei Ndlovu um alles kümmert, was repariert werden muss oder in unserem Fall hat er den Baum entfernt und uns tatkräftig unterstützt. Nach dem Vortrag haben wir Bodenproben genommen und verabredeten uns mit allen für Freitag Morgen zum Learning-by-doing, um alles wirklich zu verstehen und um den Garten anfangen aufzubauen.

Freitag Morgen um 8 Uhr trafen wir bei der Nutritional Unit ein und nach und nach fanden sich Mütter und fleißige Mithelfer ein.

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Also starteten wir mit den Grundlagen.

Gespannt schauten wir uns die Bodenergebnisse an und Taylor erklärte uns, dass der Bodenzustand gut und fruchtbar ist, wir also direkt anfangen können anzupflanzen, was sehr gut ist!

Auch bauten wir selbst ein A-Gestell, um die Ebene auf Horizontale zu testen.

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Taylor und Lucas bauen das A-Gestell

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Wir starteten damit die schon angepflanzten Samen und Sprossen zu entfernen und in ein Pflanzkasten zu tun, um sie später wieder einzupflanzen.

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Daraufhin legten wir die Beete an, wobei wir zwischen und um die Beete einen kleinen Kanal anlegten, damit das Regenwasser dadurch fließen und die Pflanzen mit Wasser versorgen kann, diese also auch ohne gießen bewässert werden. Diese Aufgabe hat uns alle zum Schwitzen gebracht, da der Boden hart und trocken war, aber mit vielen fleißigen Händen haben wir den Boden aufgelockert und erhöhte Beete errichten können. Diese bewässerten wir dann gut, um sie in Form zu bringen und stabil zu halten.

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jeder half, wo er konnte

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Nach fleißigem Schuften war unser Gartenfriedhof mit sechs „Gräbern“ bereit für die Saat

Daraufhin kamen unsere alten Samen und Sprossen zum Einsatz, die wir in die neu errichteten Beete pflanzten und ebenfalls wieder gut bewässerten. Um das Recycling noch ein wenig mehr einzubringen, benutzen wir gebrauchtes Papier. Rissen es in kleine Teile und legten es auf die eneu gesäten Pflanzen, um sie vor Fressfeinden, Regen und vorallem vor Sonne zu schützen. Mit Wasser wurden diese am Beet befestigt und unsere ersten zwei Beete, eins mit grünem Salat und das andere mit einem Mix aus Tomaten und Zwiebeln (da sie sich gegenseitig beim Wachsen unterstützen), fertig!

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Um für unseren nächsten Besuch dort vorbereitet zu sein, pflanzten wir schon einmal Samenkörner in die Pflanzkästen, die wir dann nach ein bisschen Wachsen in die Beete umpflanzen werden.

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Auch bereiteten wir das verwahrloste Land für mehr Beete oder andere Dinge, wie Spielraum für die Kinder vor, damit wir aus dieser NNU ein tolles Projekt machen können.

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Auf dem Gelände haben wir ebenfalls viel Potential entdeckt.

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Das schöne, große Gartenhäuschen wollen wir nutzen, da sie eine Sprenkelanlagen hat, was wirklich sehr gut ist, bis jetzt leider noch nie genutzt wurde. Also entfernten wir als ersten Schritt das ganze Gras unter den Pflanztischen. Auf diesen verweilen unsere Samen in den Pflanzkästen, bis wir sie in die Beete einpflanzen können.

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Auch haben wir ein altes Klettergerüst gefunden, das zwischen hohem Gras verloren ist. Dieses wollen wir für die Kinder zum Spielen aus dem Gras holen und mit Farbe wieder schön aussehen lassen.

Während wir an all diesen Dingen arbeiteten, entfernte der Treckermann viel (jedoch noch lang nicht alles) Gras, damit dort weitere Beete oder auch eine Spielwiese für die Kinder entstehen kann, wobei auch der Eindruck von Verwahrlosigkeit des Landes dabei etwas verschwand. Jedoch ist noch sehr viel Arbeit in Thabakhubedu zu tun und wir freuen uns gestartet zu haben und sind gespant welche Projekte wir da noch verwirklichen können, solange wir noch hier sind.

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Als letzte Aufgabe an diesem Tag machen wir uns einen Kompost zu errichten, der bestenfalls nicht stinken soll und dem Boden gut tun soll.

Dazu befolgt man ganz einfache Schritte (darf auch gerne Zuhause nachgemacht werden):

  1. Einen Kreis oder ein Viereck aus Steinen errichten, der jedoch höher sein muss, damit möglichst viel hereinpasst.
  2. Den Boden haben wir mit Steinen abgedeckt, um einen möglichst festen Untergrund zu haben.
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  3. Die zweite Schicht besteht aus allemöglichen kleinen Hölzern oder Stöckern, je nachdem was grade zur Verfügung steht. (Durch den kurz zuvor gefällten Baum hatten wir Äste vor Ort)SAMSUNG CSC
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  4. Daraufhin wurden die Stöcker mit Gras bedeckt.
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  5. Daraufhin wurde der zuvor gesammelte Biomüll verteilt.
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  6. Zugedeckt haben wir die Biolebensmittel mit einer weiteren Schicht Gras, welches ordentlich bewässert wurde.SAMSUNG CSCSAMSUNG CSC
  7. Beendet haben wir unseren Kompost dann mit einer Schicht Erde und bewässerten das ganze sehr sehr gut!

Nach zwei Wochen werden wir nach dem Kompost gucken und in dieser Zeit sollen die Mütter in der NNU ihre für den Kompost geeigneten Lebensmittel oben auf den errichteten Komposthaufen legen. Taylor erklärte uns, um eine nicht riechenden und funktionierende Kompostmüll zu errichten, werden wir nach 2 Wochen wieder eine Schicht Gras darauf legen, dann wieder Lebensmittel bedeckt mit Gras und Erde, also das ganze Verfahren wiederholen und mit viel Wasser abschließen.

Also das Prinzip ist wirklich einfach, wir sind gespannt ob das auch wirklich so klappen wird!

Mit insgesamt 6 Müttern und deren Kindern, Ruth, Aleta (der verantwortlichen Arbeiterin in der NNU), Lucas mit seinen Mitarbeitern und Taylor starteten wir in den Tag, konnten aber noch Kora (die Chefin des Ernährungsprogrammes) dazugewinnen mit einem niederländischen Studenten Geert, mit denen wir diesen spaßigen und aufregenden Tag mit der Ausgabe von Niveapakten und einem Gruppenfoto beendeten.

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Uns hat dieser Tag sehr Spaß gemacht und wir freuen uns schon darauf nächste Woche Donnerstag zu sehen, wie die Mütter den Garten und Kompost weitergeführt haben. Diese Nutritional Unit machen jetzt zu unserem Projekt und versuchen so viel wie möglich zu erreichen, bei diesem großen Land um die Unit werden (wenn es denn Nachfolger geben wird) diese Nachfolger auch noch viel zu tun haben. Und das ist erst eine Nutritional Unit!

Nächste Woche Donnerstag werden wir dann sehen, wie die Mütter den Garten und Kompost weitergeführt haben und werden sehen, mit welchem weiteren Projekt wir dort starten können.

Wir freuen uns auf jeden Fall und haben sehr Spaß an der Zusammenarbeit mit Taylor!

 

Chill Hub

Außerdem ist im Chill Hub unsere kleine Bücherei wieder zum Leben erweckt worden, welche sehr gut angenommen und genutzt von den Schülern der umliegenden Schulen. Auch wenn man sich manchmal nicht vorstellen kann, dass ein 6-jähriges junges Zulu-Mädchen innerhalb eines Tages ein recht langes Kinderbuch in Afrikaans lesen kann, wenn sie noch nicht mal richtig English spricht. Aber daran erkennt man wieder mal sehr gut, dass Bücher keine Selbstverständlichkeit sind und die Kinder einfach diese Gelegenheit nutzen, kostenfrei Bücher auszuleihen.

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Bücherregal im Chill Hub sortiert nach Alter

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Hier wird die Ausleihe ohne Computer-Scan-Technik geregelt

Unser Job dabei ist, darauf zu achten, dass nur Kinder in Schuluniform Bücher ausleihen, dass die Listen richtig ausgefüllt werden, und dass die Regale einigermaßen ordentlich bleiben, denn anscheinend ist es nicht selbstverständlich, diesen Ort auch annähernd nur so zu verlassen, wie man ihn vorgefunden hat.

 

Chance 2 Advance

Außerdem ist zur Zeit für einige Wochen eine Vertretung von der Universität UNISA aus Pretoria zu Gast, die des Öfteren in einigen Regionen durch das Programm „Chance to Advance“ Workshops über gewisse Studiengänge anbieten. Für diese Workshops muss man sich in einer gewissen Zeit registrieren, was unter anderem im Moment im Chill Hub geschieht. Es ist also dauernd was los in unserem Arbeitsplatz, da ständig Leute ein- und ausgehen, um sich zu registrieren. Diese Workshops sind also ein sehr gut angenommenes Angebot der Universität, was ein erfreuendes Zeichen für großes Interesse an (Weiter-/Aus-) Bildung ist.

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Liste der Workshops in unser Region: Dennilton

 

NIVEA Spenden

Außerdem kam in den letzten Tagen eine große Lieferung von über 1500 NIVEA Pflege-sets in Elandsdoorn an, gespendet von Beiersdorf. Diese sind ausdrücklich für jegliche Personen in der Gemeinde, die selbstlos freiwillig ihre Zeit opfern, um sich um Kinder, kranke, Tuberkulose Patienten oder andere Menschen in Not kümmern, gedacht, und nicht für Patienten. Aufgrund der massiven Anzahl an Paketen haben auch wir eines dieser nett verpackten Geschenkboxen erhalten.

Sicher verpackt für den Weg von Pretoria nach Elandsdoorn

 

Ndlovu Youth Choir in Holland und Deutschland

Der vergangene Monat enthielt für unseren Lieblings- Ndlovu-Jugendchor ganz besondere 10 Tage; 9 ausgewählte Chormitglieder durften Auftritte in unserem Heimatland sowie in Holland geben, was für alle eine aufregende Zeit war.
In Holland handelte es sich um eine Spendensammung eines großen holländischen Sponsors der Ndlovu Care Group „Tjomme“. Es handelte sich um einenerfolgreichen und energiegeladenen Abend.

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Ndlovu CHoir

aus dem Ndlovu Newsletter

 

Charlotte und Lawrence segeln um die Welt

Wie vielleicht schon einmal erwähnt wurden zwei junge Menschen, Lawrence und Charlotte, aus den sogenannten Child-Headed-Households (von Ndlovu erbaute Häuser, in denen Kinder ohne Eltern oder Großeltern leben) nach großen Bewerbungs- und Auswahlprozessen ausgewählt, um über das SAPINDA RAINBOW PROJECT mit dem Segelboot auf Weltreise zu gehen. Dafür gibt’s verschiedene Vorbereitungen, die letzten Wochen waren sie in London, um intensives An-Bord Training zu absolvieren. Dies war bereits Level 2 von 6 intensiven Vorbereitungen. Hier ein paar Fotos aus London:

Lawrence

 

Charlotte in Action

 

…und auf dem Weg nach oben in den Mast

 

Und Lawrence in körperlicher Arbeit

Morgen werden beide wieder zurück in Südafrika landen, wo wir sie mit Mitgliedern deren Kirche und Schulen feierlich empfangen werden. Auch wir müssen also manchmal auch Samstags ran, was gewöhnlich aber kein Problem ist, da es für uns immer noch weniger Arbeit, sondern mehr Vergnügen bedeutet!

 

Für die nächste Zeit gibt es auch schon einige Pläne, wie ein Wochenendausflug zum Krüger Nationalpark, Ferienprojekte oder -workshops für die Schüler u.a. mit kleinen Recycle-Bastel-Aktionen oder Sportprojekte wie Volleyball, da das Wetter mittlerweise Sport am Nachmittag wieder zulässt, ohne dabei im eigenen Schweiß zu versinken.

 

Bis dahin,

liebe Grüße von den sogenannten Germinators aus Südafrika, auf, dass die Zeit nicht noch schneller rast als wie sie es jetzt schon tut! 😉

P.s. Wer mehr News über Ndlovu Care Group erhalten möchte, kann doch mal auf der Homepage oder Facebook Seite vorbeischauen:

http://www.ndlovucaregroup.co.za/index.html

https://www.facebook.com/pages/Ndlovu-Care-Group/184043831674871

 

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